Die in den letzten Jahren entstandene Vielfalt der Bestattungsarten spiegelt auch eine neue Lebens- und Trauerkultur wider. Die Entscheidung für Bestattungsform und Grabart sollte nicht leichtfertig gefällt werden. Die Form und Art der Bestattung sollten im Sinne des Verstorbenen und seiner Persönlichkeit entsprechend geregelt werden. Es sollte auch geklärt werden, wer das Grab regelmäßig besuchen wird und die Pflege übernimmt. Falls der Verstorbene seinen Wunsch nicht hinterlassen hat, muss der nächste Angehörige zunächst die Wahl der möglichen Bestattungsarten treffen (Erd- oder Feuerbestattung, See- oder Baumbestattung).

Für viele Trauernde waren Gräber auf Friedhöfen lange Zeit wichtige Orte der Trauer, zu denen sie zurückkehren konnten, um sich an den Verstorbenen zu erinnern. In Deutschland besteht nicht nur bei einer Erd-, sondern auch bei einer Feuerbestattung eine Beisetzungspflicht, sei es in einem klassischen Grab, auf See, in einem Bestattungswald, einer pflegefreien Gemeinschaftsgrabanlage oder auf einem namenlosen Urnenfeld. Dies hat gewichtige trauerpsychologische und kulturelle Gründe und sollte nicht als Reglementierung und Einschränkung der persönlichen Freiheit interpretiert werden.

Erdbestattung

Erdbestattung

Die Erdbestattung auf dem Friedhof ist in Westeuropa die traditionelle Art der Beisetzung und nach wie vor eine der am häufigsten gewählten Bestattungsarten.

Die Trauergemeinde geleitet den Sarg mit dem Verstorbenen zu seiner letzten Ruhestätte. Der Sarg wird in das ausgewählte Grab gelassen und ein Pfarrer oder weltlicher Trauerredner spricht noch einige Worte zu den Trauernden. Für die Hinterbliebenen ist dies ein wichtiges Ritual und hilft bei der Trauerbewältigung. Für viele Angehörige ist gerade die Grabpflege ein Grund, die Erdbestattung zu wählen. Einerseits haben sie dadurch das Gefühl, dem Verstorbenen in ihrer Trauer nah sein zu können. Andererseits ist ein gepflegtes Grab für sie auch Ausdruck ihrer Verbundenheit und Dankbarkeit.

Feuerbestattung

Feuerbestattung

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem Krematorium eingeäschert („dem Feuer übergeben“). Auch bei einer Feuerbestattung wird ein Sarg benötigt. Nach der Einäscherung wird die Asche in einer Urne beigesetzt. Dies kann in einem Grab auf dem Friedhof, aber auch auf dem Meer oder in einem Wald sein.
Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg oder auch bei der Urnenbeisetzung durchgeführt werden.
Einige Familien halten eine Trauerfeier am Sarg mit Verwandten, Freunden und Bekannten ab und setzen die Urne später im engsten Familienkreis bei. Diese Wahl gibt die Möglichkeit, des Verstorbenen gemeinsam und im feierlichen Rahmen zu gedenken, aber ebenso in Ruhe Abschied zu nehmen.
Eine Feuerbestattung ist jederzeit möglich, sofern vom Verstorbenen keine andere Willensbekundung vorliegt.

Seebestattung

Seebestattung

Bei einer Seebestattung muss vorab immer eine Kremation (Verbrennung) erfolgen. Die Asche des Verstorbenen wird von einem Schiff aus in einer sich vollständig auflösenden Urne ins offene Meer gelassen. Die Angehörigen können die Zeremonie an Bord begleiten und erhalten eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzung. Eine Seebestattung findet nur in ausgewiesenen Bereichen statt, in diesen sind Fischerei und Wassersport nicht erlaubt. Es besteht die Möglichkeit, später an Erinnerungsfahrten teilzunehmen.

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Baumbestattung

Baumbestattung

Die Beisetzung in einem Wald setzt ebenfalls eine Kremation voraus. Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes, den man im Vorfeld aussuchen kann, beigesetzt.

Der sogenannte Friedwald ist ein extra ausgewiesenes Waldstück. Der nächstgelegene Friedwald befindet sich im Hasbruch. Es besteht die Möglichkeit, eine kleine Namensplatte am Baum anbringen zu lassen. Die Pflege des Grabes übernimmt dann allein die Natur. Es ist nicht gestattet, das Grab mit Blumen, Grabstein o.ä. zu schmücken. In der natürlichen Harmonie des Waldes kann der Verstorbene die letzte Ruhe finden.

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Wahlgrab

Bei einem Wahlgrab können die Lage und Größe selbst ausgewählt werden. Es kann ein- oder mehrstellig sein. Es eignet sich besonders gut als Familiengrab. Die Ruhezeit für ein Wahlgrab liegt zwischen 25 und 30 Jahren. Es ist zudem möglich, die Frist nach Ablauf der Ruhezeit zu verlängern. Wahlgräber gibt es sowohl für Särge als auch für Urnen. Eine solche Grabstätte kann auch schon zu Lebzeiten ausgesucht und erworben werden.

Reihengrab

Das Reihengrab ist ein Einzelgrab auf dem Friedhof. Da die Reihengräber auf einem Grabfeld der Reihe nach vergeben werden, haben Sie als Angehörige keine Möglichkeit, die Lage und Größe des Grabes zu bestimmen. Eine Verlängerung der Ruhezeit ist nicht möglich. Reihengräber werden sowohl für Särge als auch für Urnen angeboten. Sie können die Gestaltung eines Reihengrabes nach Ihren Vorstellungen vornehmen.

Pflegefreies Grabstätte im Rasenfeld

Eine weitläufige Rasenfläche nimmt die Urne oder den Sarg des Verstorbenen auf. Die Grabstelle kann nicht frei gewählt werden. Sie wird, wie bei einem Reihengrab, von der Friedhofsverwaltung der Reihe nach vergeben. Die Grabstelle wird nicht gekennzeichnet, nur die Friedhofsverwaltung kennt den genauen Ort. Es entfällt die Grabpflege, aber auch der oft so wichtige Anlaufspunkt zur Trauerbewältigung.

 

Friedhöfe

Orte der Trauerarbeit und Erinnerung

Auch wenn Trauer in unserer Gesellschaft weitgehend verdrängt wird, ist es doch hilfreich, sie zuzulassen. Die Trauer um einen geliebten Menschen muss verarbeitet werden. Der Friedhof gibt die Möglichkeit, das Grab eines lieben Menschen jederzeit zu besuchen. Hier hat die Trauer einen Ort.

 

Viele Menschen sind an ihrem Ort fest verwurzelt. Der Gedanke, auch nach dem Tod am Heimatort bleiben zu können, ist für viele tröstlich. Ein auffindbares Grab kann eine dankbare Würdigung des Verstorbenen sein und die Erinnerung an ihn wachhalten.

Ausgewählte Friedhöfe in unserer Nähe:

Friedhof Ganderkesee

an der Urneburger Straße

Friedhof Bookholzberg

Am Friedensweg

Kirchengemeinde Schönemoor

Schönemoorer Dorfstr. 10